Foodhallen Amsterdam

Moinkballs von The Rough Kitchen

Hunger? Dann auf in die Foodhallen nach Amsterdam! Ein Trip in die niederländische Hauptstadt lohnt sich ja grundsätzlich immer, keine Frage. Gerade an sonnigen Tagen gibt es nichts Besseres als einfach den Grachten zu folgen, um die Stadt zu Fuß zu erkunden. An vielen Ecken findest du gemütliche Cafés oder Bars mit Blick aufs Wasser, wo du eine Pause mit Poffertjes und Co. einlegen kannst. Selbst wenn das Wetter mal nicht mitspielt, gibt es immer noch genug andere Dinge, die du dir ansehen kann. Da fallen mir vor allem das Van Gogh Museum und das Stedelijk Museum ein. Wo du ebenfalls Spaß haben kannst: In der Heineken Experience, die von den Museen nur etwas mehr als 10 Minuten Fußweg entfernt ist. Kleiner Tipp: Erst Kunst angucken, dann trinken gehen. Nicht umgekehrt. Könnte im Zweifelsfall teuer werden.

Was du in Amsterdam noch ziemlich gut machen kannst: Essen. Und nein: Es spricht nichts dagegen, sich den ganzen Tag mit Dingen aus der FEBO-Snackwand zu versorgen. Klar, es geht auch “gesünder” oder “besser”, aber es geht auch wesentlich schlechter. Schonmal Chicken Nuggets bei Burger King gegessen? Dann lieber ein Snack aus dem Automaten.

Foodhallen Amsterdam

Wenn du allerdings so sehr auf Streetfood-Märkte stehst wie ich, dann wirst du die Foodhallen Amsterdam (Link) lieben. Diese liegen etwas außerhalb des Zentrums in einer ehemaligen Industriehalle. Zu Fuß dauert es ungefähr 20 Minuten vom Van Gogh Museum aus oder eine gute Viertelstunde von der Prinsengracht. In den Foodhallen befinden sich gut 20 Stände, die immer wieder wechseln und mit teils ausgefallenen Snacks etwas für jeden Geschmack bieten. Hinzu kommen noch 3 Bars, wobei die Beerbar mit mehr als 60 verschiedenen Biersorten aus aller Welt auftrumpfen kann.

De Foodhallen in Amsterdam
De Foodhallen in Amsterdam
De Foodhallen Amsterdam
De Foodhallen Amsterdam
De Foodhallen Amsterdam
De Foodhallen Amsterdam

Essen rund um die Welt

Es ist durchaus ratsam, früh da zu sein und sich einen Platz zu sichern, denn im Tagesverlauf wird es meist ziemlich voll. Wenn du es geschafft hast, steht der Völlerei nichts mehr im Weg. Dabei hilft zunächst ein kurzer Gang durch die Halle, um sich erstmal einen Überblick zu verschaffen. Bei meinem Besuch habe ich tatsächlich relativ verhalten angefangen und bin mit phantastischem Serrano-Schinken von der Jabugo Bar eingestiegen.

Serrano-Schinken von der Jabugo Bar
Serrano-Schinken von der Jabugo Bar

Neben den klassischen Tapas gibt es aber auch ausgewachsene Sandwiches, die entweder mit Serrano oder Chorizo, gegrilltem Gemüse und Manchego-Käse belegt werden. Die täglich frisch geschnittene Wurst gibt es sogar verkaufsfertig abgepackt, so dass du bei Bedarf nochmal zu Hause darüber herfallen kannst.

Als Freund jeglicher Ramen-Kreationen war der nächste Gang geradezu vorbestimmt: Miso-Ramen mit Nudeln, Schweinefleisch, Ei, Gemüse und Kräutern von Baowowow. Schön salzig, angenehm fettig und die wechselnden Texturen sorgen für ein ziemlich leckeres Erlebnis.

Miso-Ramen von Baowowow
Miso-Ramen von Baowowow

Immer mal wieder was Neues

Als nächstes: Fleisch in Fleisch eingewickelt. Mit ein paar Gewürzen und BBQ-Sauce. So macht Essen Spaß! Wenn du darüber hinaus auf Spare Ribs, Chicken Wings oder auf Sandwiches mit Pulled Pork bzw. Pork Belly stehst, bist du bei The Rough Kitchen definitiv zu Hause. Ich habe die sogenannten Moinkballs probiert: Gegrillte Rindfleischbällchen, die mit Speck ummantelt werden und danach mit rauchiger BBQ-Sauce eins über die Mütze bekommen. Ein Muss!

Moinkballs von The Rough Kitchen
Moinkballs von The Rough Kitchen

Bei Bulls and Dogs gibt es anstatt von 08/15-Hot Dogs die Gourmet-Variante mit Laugenbrötchen, frischen Lamm-, Schwein- oder vegetarischen Würstchen und dazu allerhand Toppings. Die ausgefallenen Varianten gibt es wahrscheinlich nur hier also musste ich natürlich zuschlagen. Ich hab mich für den Luxurious Dog mit Schwein, Wildpilzen, Trüffeln und Haselnüssen entschieden, sowie für den Smokey Pepper Dog mit Lamm, Harissa und Petersilie. Eine sehr gute Wahl!

The Luxurious Dog und The Smokey Pepper Dog von Bulls and Dogs
The Luxurious Dog und The Smokey Pepper Dog von Bulls and Dogs

So langsam nähere ich mich dem Food-Koma

Um das Fest allmählich und gebührend ausklingen zu lassen, mussten unbedingt noch ein paar Tacos von der Taqueria Lima hinterher. Gut, dass es sich um Portionen handelt, die sich im Bereich von Fingerfood bewegen. Alles andere hätte vermutlich ein hässliches Ende genommen. Das genaue Gegenteil von hässlich waren hingegen die Tacos, die mit Chipotle-Sauce, Rindfleisch, Koriander, eingelegtem Rotkohl und Avocado nur so vor Geschmack explodiert sind!

Chipotle Beef Tacos von Taqueria Lima
Chipotle Beef Tacos von Taqueria Lima

Zu guter Letzt also noch ein Nachtisch. Was ich vorher nicht wusste: Man findet nicht alle Stände auf der Foodhallen-Homepage. Deshalb war ich gleichermaßen fassungslos und froh war, als ich den Stand von I-Scream Waffle gesehen habe, wo es Egg Waffles gibt! Was einst als Food-Trend in Hong Kong angefangen hat, ist mittlerweile also endlich in Europa angekommen. Zusammengerollt zu einem Hörnchen wird die Waffel noch mit Eis, Sahne und frischem Obst gefüllt, mit Kokosraspeln bestreut und macht es sich danach auf der fünften und sechsten Hüfte gemütlich. Was für ein gelungener Abschluss!

Gefüllte Egg Waffle von I-Scream Waffle
Gefüllte Egg Waffle von I-Scream Waffle

Wie schon gesagt: Amsterdam ist immer einen Besuch wert. Wer gerne draußen ist und sich entspannt unter Menschen aufhalten möchte, der kommt schnell auf seine Kosten. Und auch nachts, wenn die Stadt etwas skurriler wird, lohnt sich der Weg durch die vielen Gassen entlang der Grachten. Das passende i-Tüpfelchen ist jedoch ein Abstecher zu den Foodhallen, der einen Trip in die niederländische Hauptstadt noch ein wenig besser macht 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.