Tauranga und Mount Maunganui

Mount Maunganui

Tauranga und Mount Maunganui waren die nächsten Ziele und eine reine Herzensangelegenheit. 2010 habe ich dort ein paar unvergessliche Monate verbracht, wunderbare Menschen aus aller Welt kennengelernt und gute Freunde gefunden. Seither war es mein Wunsch, wieder dorthin zurückzukehren.

Die beiden Städte sind kleine, am Meer liegende Urlaubsorte und liegen nur circa 10 Autofahrminuten voneinander entfernt. Sie gehören außerdem zur Bay of Plenty, der sogenannten “Obstschale Neuseelands”. Hier findet man mit Abstand die meisten (Kiwi-)Obstplantagen und Zespri, der weltweit größte Vermarkter von Kiwis, hat sogar seinen Hauptsitz in Mount Maunganui. Wie so viele Backpacker habe auch ich auf einer der Plantagen gearbeitet und freue mich auch heute noch, wenn ich die Kiwis im Supermarkt sehe.

Tauranga

Von der Cathedral Cove sind es nochmal 2,5 Stunden Fahrt bis nach Tauranga. Zu meiner Überraschung führte der Weg dorthin genau an der Plantage vorbei, wo ich vor 6 Jahren gearbeitet habe. Schön zu sehen, dass sich in dem kleinen Ort Apata seitdem nichts geändert hat.

Tauranga in der Bay of Plenty
Tauranga in der Bay of Plenty

Um die Rückkehr möglichst detailgetreu zu gestalten, durften ein paar Nächte im Harbourside City Backpackers natürlich nicht fehlen. Das Hostel befindet sich auf der Promenade “The Strand” und auf der gegenüberliegenden Straßenseite liegt das Meer direkt vor der Haustür. Den besten Ausblick hat man von der hauseigenen Dachterrasse, weshalb auch zahlreiche Backpacker (vor allem Deutsche) das Harbourside ihr zu Hause weg von zu Hause nennen. Aber auch die Kiwis schätzen das Hostel und vor allem das Nachtleben, wenn The Strand am Wochenende zur Partymeile wird.

Tauranga - Ausblick vom Harbourside City Backpackers
Tauranga – Ausblick vom Harbourside City Backpackers

In der kleinen Innenstadt findet man ausreichend kleinere Geschäfte für den üblichen Bedarf. Außerdem gibt es viele gute Restaurants, Bars, einen erstaunlich großen Liquor Store, Hotels und eine Kunstgalerie. Der nächste große Supermarkt ist mit dem Auto nur 5 Minuten entfernt.

Mount Maunganui

Der kleine Badeort Mount Maunganui ist nach dem gleichnamigen Hausberg benannt, der einen spektakulären Ausblick über den Pazifik bietet.

Bay of Plenty - Mount Maunganui
Bay of Plenty – Mount Maunganui

Schnell wird einem bewusst, dass sich hier alles um das Draußensein dreht. Der Strand zieht haufenweise Surfer an oder man sitzt in einem der vielen Cafés und lässt sich die Sonne ins Gesicht scheinen. Wer es sportlich mag, wandert entweder um den Berg herum oder macht sich sogar auf den Weg bis hoch zum Gipfel. Wer Glück hat, trifft unterwegs am Ufer sogar auf den ein oder anderen Seelöwen, die sich auf den Felsen ebenfalls sonnen. Die beste Erholung findet man anschließend in den Hot Water Pools am Fuß des Berges, wo man sich im warmen Salzwasser regenerieren und an dem Ausblick erfreuen kann.

Mount Maunganui - Seelöwe
Mount Maunganui – Seelöwe

Auch wenn die Umgebung eine Menge zu bieten hat, bleibt die Wanderung zum Gipfel des Berges mein Favorit. Zunächst führt der Pfad an sattgrünen Wiesen entlang, die das ganze Jahr über von Schafherden instand gehalten werden. Die Aussicht auf den Pazifik, die Meeresluft und auch oftmals die Sonne machen die Anstrengung auf den etwas steileren Abschnitten des Weges schnell vergessen. Für das Erreichen des Gipfels wird man dann mit einer Aussicht belohnt, die man nie wieder vergisst. Bereits sls ich vor 6 Jahren das erste Mal dort oben stand, war ich regelrecht fassungslos.

Auf dem Gipfel des Mount Maunganui
Auf dem Gipfel des Mount Maunganui
Mount Maunganui
Mount Maunganui
Auf dem Gipfel des Mount Maunganui
Auf dem Gipfel des Mount Maunganui

Soweit man sehen kann, breitet sich der Pazifik in all seiner Endlosigkeit aus und strahlt dabei eine enorme Ruhe aus. Orte wie dieser geben zu verstehen, wie bedeutsam die vermeintlich kleinen Dinge tatsächlich sind. Stattdessen gilt es, dankbar und respektvoll zu sein, weil man ein kleiner Teil eines großen Ganzen sein kann, was jedoch keine Selbstverständlichkeit ist.

Mit diesem Hintergrund sehe ich speziell die Reisen nach Neuseeland als großen Glücksfall, denn dadurch habe ich gemerkt, wie wichtig es ist, raus in die Welt zu gehen, um sich selber besser kennenlernen und einordnen zu können. Momente wie die auf dem Gipfel des Mount Maunganui oder bei Cathedral Cove sind nicht nur deshalb schöne Erinnerungen geworden; vielmehr halten sie mir vor Augen, dass es oft nur eine Frage des Blickwinkels ist, wie wir Zufriedenheit oder Glück wahrnehmen und dass es doch eigentlich unser Selbstverständnis sein sollte, das Leben entsprechend unserer Vorstellung von Glück und Zufriedenheit zu gestalten.

Dieses kleine Land mit seinen etwas über 4 Millionen Einwohnern hat mir eine Menge beigebracht. Auch wenn es weit entfernt ist, lohnt sich eine Reise nach Neuseeland unbedingt! Im nächsten Post geht es dann weiter in Richtung Süden, um genauer zu sein nach Rotorua. Die Stadt, die unter anderem für ihre Thermalquellen und Schwefelgeruch bekannt ist. Und: Wellington –  Neuseelands Hauptstadt am Ende der Nordinsel.

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